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Photodynamische Therapie mit dem MDL10plus

Die Maßnahmen der mechanischen Plaquekontrolle im Rahmen der Mundhygiene haben ihre Grenzen. Dies gilt auch für konventionelle, chemische Methoden (Spülungen, Antibiotika-Therapie).


In pathogenen Mikroorganismen kann Laserstrahlung biochemische Reaktionen direkt oder indirekt hervorrufen. Infolge einer Bestrahlung mit Laserenergie niedriger Leistungsdichte kann z.B. eine photoinduzierte Isomerisierung, Synthese bzw. Dissoziation Stoffwechselzyklen beeinflussen und sogar inaktivieren, sodass es zum Zelltod kommt.


Mit einer geeigneten Substanz wie z.B. 10%iger TOLUIDIN-BLAU Lösung werden Bakterien in Zahnfleischtaschen, Wurzelkanälen und Karies Kavitäten angefärbt – dabei heften sich die Farbstoffmoleküle an die Wand der Mikroorganismen und werden anschließend durch das rote Laserlicht aktiviert.


Es kommt zur Bildung von Sauerstoffradikalen (Singulett-Sauerstoff), und damit zur Abtötung der Zellen durch oxidative Zerstörung der Membranlipide und Enzyme, dies geschieht besonders effektiv in den ungesättigten Fettsäuren der Bakterienmembranen, jedoch kaum in den Membranen gesunder Zellen, da diese über einen Abwehrmechanismus gegenüber Radikalen verfügen (Katalase, Superoxiddismutase).



Die VISION Diodenlaser bieten für die PDT die OPTION eines zusätzlich eingebauten Diodenlasers im roten Wellenlängenbereich mit einer Ausgangsleistung von 50 mW an, dieser kann parallel zu dem für die Chirurgie verwendeten 980 nm - Hochleistungsdiodenlaser verwendet werden.



Ein spezielles Menü erlaubt die Einstellung von Leistung und Bestrahlungszeit und damit einer genau definierten Dosis. Als photoaktive Substanz wird pharmazeutische 10%ige Toluidinblau-Lösung empfohlen.

Aus der Praxis für die Praxis

Anwenderbericht Photodynamische Therapie von Dr. med. dent. Alexander Rether, Dortmund

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