WebSpecial: Wie der Laser zum Kunden kommt

26
Jan
2017

 

web DHL Vision 02
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Hinter den Kulissen: Ein Laser geht auf die lange Reise nach Chicago
Die Lieferung eines Laserschweißgerätes von A nach B: kosteneffizient, unversehrt und pünktlich beim Empfänger- das ist die theoretische Definition eines Transportes. In der Praxis ist man vielfach erstaunt, wie viele Arbeitsabläufe und Personen notwendig sind, damit der reibungslose Transport einer Sendung vom Absender bis zum Empfänger realisiert wird.
Mit einem Exportanteil von über 75 Prozent ist die Logistik für Vision Lasertechnik ein strategischer Erfolgsfaktor, mit dem sich das Unternehmen auf dem hartumkämpften Weltmarkt erfolgreich etablierte und die Position kontinuierlich ausbaut. „Dafür brauchen wir einen starken und verlässlichen Logistikpartner an unserer Seite“ erläutert Herr Philipp Becker, Kaufmännischer Leiter von Vision Lasertechnik. „Ein persönlicher Kontakt zu den Mitarbeitern des externen Logistikunternehmens ist genauso wichtig, wie eine detaillierte Sendungsverfolgung, zeitdefinierte Laufzeiten und kompetente Zustellung im Empfangsland.“ DHL Global Forwarding als einer der weltweit führenden Anbieter von Luft- und Seefracht übernimmt seit vielen Jahren die Luftfrachttransporte von der deutschen Zentrale in Barsinghausen nach Nordamerika und Asien.
Aktuell wurde ein Laserschweißsystem der Modellreihe LWI V MobileFlexx auf die Reise nach Chicago gebracht. Damit das hoch sensible, elektronische Produkt unbeschadet beim Käufer in den USA ankommt, wurde der Laser in einem speziellen Karton verpackt, mit einer Folie fest umhüllt und auf eine Holzpalette gezurrt.
Für den Lufttransport benötigt der Laser nicht nur das Frachtflugticket, sondern weitere zahlreiche Begleitdokumente für die Zollbehörden: Eine Handelsrechnung, eine Ausfuhrerklärung, eine Packliste und einen Speditionsauftrag, alles erstellt vom Exporteur.
Die Transportorganisation kann losgehen: der LKW-Fahrer erhält klare Instruktionen für das Handling und den Transport der sehr sensiblen Fracht zum DHL-Lager am Flughafen Hannover.

 

 

Die 600 kg schwere Fracht hat eine Höhe von 1,65 Meter und passt somit nicht in eine Passagiermaschine. Deshalb bucht DHL bei der Lufthansa einen Stellplatz im Hauptdeck einer MD11, einem Großraum-Frachtflugzeug, auch McDonnell Douglas 11 genannt. Mit der Flugnummer LH 8222 wird der Laser vom Frankfurter Flughafen direkt nach Chicago transportiert. DHL erstellt einen Luftfrachtbrief und einen Sendungsaufkleber: mit diesen Flugdaten kann der komplette Transport des Lasers von allen Transportbeteiligten per EDV verfolgt werden.
Der Laser ist fast bereit für den Weitertransport. Jetzt fehlt nur noch die Luftfrachtsicherheitskontrolle: seit dem 11. September 2001 hat das Thema Sicherheit in der zivilen Luftfahrt höchste Priorität. Deshalb darf kein Packstück ins Flugzeug geladen werden, bevor es nicht in den sogenannten „Sicheren Status“ versetzt wurde und dies passiert, in dem der Inhalt des Packstückes in einem Röntgengerät überprüft wird. Luftfrachtmäßig präpariert und sicher transportiert die Lufthansa das Collo im Air-Trucking-Service nach Frankfurt und lädt es im Lufthansa Terminal in der Cargo City Nord ab.
Dort treffen aus ganz Deutschland Sendungen ein, die gemeinsam den Flug nach Chicago antreten. Nur durch ein ausgeklügeltes Konzept des Konsolidierens vieler Luftfrachtsendungen und der Laufzeitenvarianten erzielen die Luftfrachtakteure kosteneffiziente Luftfrachtraten.

 

 

Sechs Stunden vor dem Abflug werden die Paletten und Luftfrachtcontainer mitsamt des Lasers auf Position gefahren. Pünktlich trifft die MD11 auf dem Rollfeld ein. Die Mitarbeiter der Fraport bringen die fertigen Ladeeinheiten auf das Rollfeld und übergeben sie an den Load Master der Lufthansa, der exakt geplant hat, welche Frachteinheit wo im Flieger verladen wird. Der Container mit dem Laser gelangt zum gebuchten Ladeplatz auf dem Hauptdeck und wird dort für den Flug gesichert.

 

 

„Abschließend entscheidet der Pilot, ob alle Fracht auch tatsächlich mit kommt.“ Erklärt Jabran Zulfiqar, Operation-Verantwortlicher von DHL in Hannover. „Wenn das Wetter schlechter wird, kann es passieren, dass Frachten wieder entladen werden müssen, um ausreichend Kerosin mitzunehmen.“
Erfreulicherweise ist das Wetter perfekt, der Laser bleibt im Flugzeug und kann endlich die Reise über den Ozean antreten. Wie geplant, landet die LH 8222 auf der zugewiesenen Parkposition im Flughafen Chicago O’Hare. Die Luke des Frachters wird geöffnet: schon werden die Luftfrachtpaletten auf den wartenden Trolley geladen und zum Zollager transportiert. Hier startet der sofortige Entladungsprozess: Luftfrachtpaletten und -container werden geöffnet, jede Sendung wird einem Lagerort zugewiesen. Dort wartet auch der Laser auf seine Einreise in die USA, die durch eine ordnungsgemäße Zollabwicklung genehmigt wird.
Um keine Zeit zu verlieren, haben die deutschen DHL Mitarbeiter bereits nach dem Start des Fliegers in Frankfurt, den US-Kollegen die Sendung avisiert. Damit ist gewährleistet, dass die Verzollung und auch die Auslieferung schnellstmöglich vorbereitet werden kann. Der Zollvorgang geht online. Innerhalb kürzester Zeit ist der Laser verzollt und kann per LKW beim Kunden ausgeliefert werden.
„Die Luftfracht bietet die kürzeste Beförderungszeit. Vision Lasertechnik erwartet, dass die Sendung unbeschadet und zeitlich exakt disponiert beim Kunden eintrifft. Wir machen alles möglich, dass wir unser Versprechen einhalten.“ Erläutert der DHL-Kundenbetreuer Jürgen Lamm. Der US-Kunde hat zwischenzeitlich den bestellten Laser erhalten: unversehrt, kosteneffizient und pünktlich. Theorie wurde Praxis.